Die Quartette können sich nicht bewerben, sondern werden ohne ihr Wissen von einer Jury über einen längeren Zeitraum hindurch in Konzerten „beobachtet“. Die Jury ermittelt das Siegerquartett. Es gibt demnach keine Verlierer.
Der Merito String Quartet Award wurde erstmalig 2018 mit dem Ziel vergeben, einem qualifizierten Streichquartett zum Karrieresprung zu verhelfen. Wolfgang Habermayer, Gründer der Merito String Instruments Trust GmbH und Valentin Erben, Gründungsmitglied des Alban Berg Quartetts, haben den Preis initiiert. Dieser soll jungen bestqualifizierten Streichquartettformationen zugutekommen, die sich voll dem Quartettspiel verschrieben haben, nicht über 35 Jahre alt sind, bereits eine Konzerttätigkeit im europäischen Raum nachweisen können, aber noch nicht den entscheidenden Karrieresprung vollziehen konnten. Das Siegerquartett wird über vier Jahre professionell begleitet und unterstützt, damit es auch auf der internationalen Bühne erfolgreich ist.
Das Nominierungskomitee, bestehend aus prominenten Musikern, Pädagogen, Veranstaltern und Konzertagenten, benennt bestqualifizierte Streichquartette. Die fünf meist genannten Quartette werden von einer gesonderten fünfköpfigen Jury ein Jahr lang anonym „beobachtet“. Bewertet wird die Professionalität, das Repertoire, die Programmgestaltung, die künstlerische Qualität, die Fantasie und Innovation der Musikerinnen und Musiker und der bisherige künstlerische Werdegang. Ein wichtiger Partner der Initiative ist die Wiener Konzerthausgesellschaft. Ein weiterer Ideengeber war das Impresariat Simmenauer (Berlin).
Der Merito String Quartet Award wird im Wiener Konzerthaus alle vier Jahre verliehen und findet mittlerweile über die Grenzen der Musikstadt Wien hinaus internationale Anerkennung.
Der Award ist mit einem Preisgeld verbunden, das ausschließlich für die künstlerische Entwicklung verwendet werden soll, einschließlich der Vergabe eines Kompositionsauftrags.


Als einziges Ensemble, das beim Premio Paolo Borciani International String Quartet Competition 2024 sowohl den Ersten Preis als auch den Publikumspreis gewann, zählt das Fibonacci Quartet zu den vielversprechendsten jungen Streichquartetten Europas.
In der Saison 2025/26 gastiert das Ensemble in bedeutenden Konzertsälen wie dem Musikverein, der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie, der Alte Oper Frankfurt, der Wigmore Hall, dem Prinzregententheater und der Philharmonie de Paris sowie bei Festivals wie dem Edinburgh International Festival und dem Heidelberger Frühling.
Gegründet an der Guildhall School of Music and Drama in London, war das Quartett anschließend Resident Ensemble an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid bei Günter Pichler sowie an der Dutch String Quartet Academy in Amsterdam. Es wird seit 2024 vom Young Classical Artists Trust (YCAT) vertreten und ist für die Spielzeiten 2025–2027 Grand Résident bei ProQuartet – Centre Européen de Musique de Chambre in Paris.
Das Ensemble ist vielfach ausgezeichnet, darunter mit Ersten Preisen beim Royal Overseas League Chamber Music Competition und beim Cavatina Chamber Music Competition sowie als Gewinner des Burletti-Buitoni Trust Award.
Neben dem klassischen Repertoire machen die Fibonaccis zunehmend mit eigenen Arrangements auf sich aufmerksam. Ein zweijähriges Projekt stellte beide Streichquartette von Leoš Janáček Arrangements mährischer Volkslieder gegenüber; darüber hinaus umfasst ihr Repertoire heute auch Programme mit Jazz, Musical und anderen Genres.
Das Quartett wird großzügig von der Hattori Foundation, dem Cosman Keller Trust, dem Frost Trust sowie der Fondation Biermans-Lapôtre in Paris unterstützt.
Mehr zum Fibonacci Quartet
Das 2019 in Berlin gegründete Leonkoro Quartett gilt als eines der vielversprechendsten Ensembles der heutigen Musikszene.
Die zahlreichen Auszeichnungen, die sie im Jahr 2022 gesammelt haben, sprechen für sich: 1. Preis und 9 von 12 Sonderpreisen beim Internationalen Streichquartett Wettbewerb der Wigmore Hall London, 1. Preis und Publikumspreis beim Quatuor à Bordeaux, Ernennung in das BBC Radio 3 New Generation Artists Programm.
Im März 2024 erhielt das Leonkoro Quartett den Young Talent Award des Concertgebouw Amsterdam, sowie den Preis des Borletti-Buitoni Trust.
Das Ensemble studierte mit namhaften Musikern wie Heime Müller, Günter Pichler, Alfred Brendel, Rainer Schmidt, Oliver Wille, Luc-Marie Aguera.
Das Debütalbum des Quartetts mit Ravels Streichquartett und Schumanns drittem Quartett wurde im Herbst 2023 bei dem Label Mirare veröffentlicht.
Das Ensemble ist Pirastro-Artist und Henle App Ambassador.
Mehr zum Leonkoro Quartett


Das 2011 gegründete Castalian String Quartet studierte bei Oliver Wille an der Hochschule für Musik, Hannover, bevor es 2016 vom Young Classical Artists Trust (YCAT) ausgewählt wurde.
Es gewann den Ersten Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Lyon 2015 und erhielten 2018 den ersten Merito String Quartet Award sowie den Valentin Erben Preis und ein renommiertes Borletti-Buitoni Trust Fellowship. Das Ensemble wurde bei den Royal Philharmonic Society Awards 2019 zum Young Artist of the Year ernannt.
Zu seinen jüngsten Debüts zählen Auftritte in der Carnegie Hall in New York, der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, der Elbphilharmonie in Hamburg, der Philharmonie de Paris und dem Concertgebouw in Amsterdam.
Das Castalian String Quartet tritt regelmäßig in der Wigmore Hall in seiner Heimatstadt London auf. Das Quartett ist häufig auf Festivals wie Spoleto USA, Aldeburgh, North Norfolk, Cheltenham, East Neuk, Lockenhaus und dem Heidelberger Frühling zu sehen.
Seine 2022 erschienene Aufnahme Between Two Worlds (Delphian Records), mit Musik von Orlando di Lasso, Thomas Adès, Ludwig van Beethoven und John Dowland, erhielt als Album des Monats vom BBC Music Magazine eine doppelte Fünf-Sterne-Bewertung.
Mehr zum Castalian String Quartet